Imbolg

Foto von Nena

Bitte nimm meine Stunde hier nur als Inspiration für deine eigene Stunde.
Es ist wichtig, dass du deinen eigenen Stil entwickelst!

An Imbolg feierten unsere Vorfahren die Rückkehr des Lichtes, das aber noch eine Weile im Bauch von Mutter Erde gehalten wird, bis es bereit ist. Wie ein Samen, der unter der Erde beginnt zu keimen, aber noch nicht nach oben durchbricht.

Mir ging es in meiner Stunde daher darum, das Gefühl des gehalten werdens und des daraus wachsens zu spüren. Etwas, das in unserer Gesellschaft meiner Erfahrung nach eher selten der Fall ist.

Ich fange an mit den Sufi Kreisen, um die neue Energie unter der Erde zu symbolisieren. Ganz sanft und behutsam kreisen wir den Oberkörper.

Dann folgen mehrere Vorbeugen, da diese für mich die Geborgenheit und das Annehmen dieser Geborgenheit symbolisieren. Dazwischen baue ich das Kind in sitzender Haltung mit den Armen um die Beine ein (um sich selbst zu halten) und etwas später den Kutscher, der ähnlich zum sitzenden Kind ist, aber schon etwas mehr Öffnung braucht.

Das offene Herz ist die erste sanfte Rückbeuge. Dabei öffnen wir zwar schon unser Herz für das Neue, bleiben aber weiter Richtung Boden ausgerichtet.

Mit der Taube folgt nochmal eine Vorbeuge, die aber schon etwas unangenehm ist.

Der anschließende Fisch ist eine kräftigere Rückbeuge nach oben. Wir öffnen uns der Möglichkeit auf Wachstum. Ich habe den Teilnehmerinnen überlassen, ob sie Ihre Arme noch auf der Brust liegen haben, oder ob sie sie neben dem Körper ablegen. Damit entscheiden sie selbst über den Grad der Öffnung.

Die maximale Öffnung folgt dann mit dem liegenden Schmetterling. Eine intensive Rückbeuge mit geöffnetem Brustkorb und geöffneten Beinen. Wobei ich hier wieder die Möglichkeiten gegeben habe, die Beine zu schließen und auch die Arme auf den Brustkorb zu legen, um die Öffnung zu wählen.

Mit der Knie zu Brust-Haltung ging es mir darum, nochmal sanft die Knie zu kreisen, um mit der Bewegung einen Bogen zum Anfang zu spannen und die Öffnung nochmal etwas zurückzunehmen, da es ja auch im Frühling mehr eine Abwechslung zwischen zwei Schritten nach vorne und nochmal einen zurück ist.

Anschließend habe ich auf meinem Harmonium das Tara-Mantra mit meinen Teilnehmenden gesungen, da die grüne Tara für die weibliche Weisheit steht und für mich einen Zufluchtsort darstellt. Wenn einem klar ist, dass man wachsen muss, aber dafür noch etwas Zeit braucht.